Goethe-Zertifikat Sprechen: Tasks and Sample Answers

The task cards for every Sprechen Teil from A1 to C1, what the examiner or your partner says, and a sample answer at the level. Answer each turn aloud yourself before you open the sample.

Goethe-Zertifikat A1 Sprechen

Goethe-Zertifikat A1: Start Deutsch 1 (A1). Sprechen: 15 min, 3 Teile.

Teil 1: Sich vorstellen — Introduce yourself

Sprechen, Teil 13 points

Sich vorstellen.

Name? · Alter? · Land? · Wohnort? · Sprachen? · Beruf? · Hobby?

What the examiner or your partner says

Prüferin: Guten Tag. Stellen Sie sich bitte kurz vor. Sagen Sie bitte Ihren Namen, Ihr Land, Ihren Wohnort, Ihre Sprachen und Ihr Hobby.

Prüferin: Danke. Können Sie bitte Ihren Nachnamen buchstabieren?

Prüferin: Und wie ist Ihre Telefonnummer, bitte?

Sample answer

Guten Tag. Ich heiße Samira Yilmaz. Mein Vorname ist Samira, mein Nachname ist Yilmaz. Ich bin 28 Jahre alt. Ich komme aus der Türkei. Ich wohne in Graz. Ich spreche Türkisch, Deutsch und ein bisschen Englisch. Ich bin Verkäuferin. Mein Hobby ist Kochen. Ich koche gern mit Freunden. Mein Nachname ist Yilmaz. Ich buchstabiere: Ypsilon, I, L, M, A, Zett. Meine Telefonnummer ist null sechs sieben sechs, drei vier zwei, acht neun null eins.

Useful phrases

  • Guten Tag. Ich heiße …
  • Ich komme aus …
  • Ich wohne in …
  • Ich spreche …
  • Mein Hobby ist …
  • Mein Nachname ist …
  • Ich buchstabiere: …
  • Meine Telefonnummer ist …

Teil 2: Um Informationen bitten und Informationen geben — Ask for and give information

Sprechen, Teil 26 points

Um Informationen bitten und Informationen geben.

Thema: Einkaufen · Essen und Trinken

Ziehen Sie eine Karte. Stellen Sie Ihrer Partnerin/Ihrem Partner eine Frage. Ihre Partnerin/Ihr Partner antwortet.

Beantworten Sie dann die Frage Ihrer Partnerin/Ihres Partners.

Einkaufen

Card: Preis

Essen und Trinken

Card: Kaffee

What the examiner or your partner says

Partnerin: Wann öffnet der Supermarkt?

Partner: Trinken Sie gern Wasser?

Einkaufen: Was kostet das Brot? — partner: Wann öffnet der Supermarkt? → Der Supermarkt öffnet um acht Uhr.

Essen und Trinken: Trinken Sie gern Kaffee? — partner: Trinken Sie gern Wasser? → Ja, ich trinke gern Wasser.

Sample dialogue

A: Was kostet das Brot?

B: Das Brot kostet zwei Euro.

B: Wann öffnet der Supermarkt?

A: Der Supermarkt öffnet um acht Uhr.

A: Trinken Sie gern Kaffee?

B: Ja, ich trinke gern Kaffee.

B: Trinken Sie gern Wasser?

A: Ja, ich trinke gern Wasser.

Useful phrases

  • Was kostet ...?
  • Wann öffnet ...?
  • Trinken Sie gern ...?
  • Ja, gern.
  • Nein, nicht so gern.
  • Um acht Uhr.
  • Das kostet zwei Euro.

Teil 3: Bitten formulieren und darauf reagieren — Make a request and respond

Sprechen, Teil 36 points

Bitten formulieren und darauf reagieren.

Sehen Sie die Karte an und formulieren Sie eine Bitte. Reagieren Sie dann auf die Bitte Ihrer Partnerin/Ihres Partners.

In the exam the cards show pictures of everyday objects; here the object is named.

Round 1: your partner asks „Geben Sie mir bitte das Buch.“

Round 2: your partner asks „Geben Sie mir bitte den Stuhl.“

What the examiner or your partner says

Partnerin: Geben Sie mir bitte das Buch.

Partner: Geben Sie mir bitte den Stuhl.

Round 1: Geben Sie mir bitte den Kugelschreiber. — reaction: Ja, gern.

Round 2: Machen Sie bitte die Lampe an. — reaction: Tut mir leid, der Stuhl ist besetzt.

Sample dialogue

A: Geben Sie mir bitte den Kugelschreiber.

B: Ja, gern.

B: Geben Sie mir bitte das Buch.

A: Ja, gern.

A: Machen Sie bitte die Lampe an.

B: Ja, gern.

B: Geben Sie mir bitte den Stuhl.

A: Tut mir leid, der Stuhl ist besetzt.

Useful phrases

  • Geben Sie mir bitte ...
  • Machen Sie bitte ... an.
  • Ja, gern.
  • Tut mir leid.

Goethe-Zertifikat A2 Sprechen

Goethe-Zertifikat A2 (A2). Sprechen: 15 min (pair), 10 min (single), 3 Teile.

Teil 1: Fragen zur Person — Questions about yourself

Sprechen, Teil 14 points

Fragen zur Person.

Sie bekommen vier Karten. Stellen Sie mit den Wörtern Fragen und antworten Sie auf die Fragen Ihrer Partnerin/Ihres Partners.

Your cards

  • Wohnort?
  • Beruf?
  • Hobby?
  • Lieblingsessen?

What the examiner or your partner says

Partnerin: Wann haben Sie Geburtstag?

Partnerin: Haben Sie Familie hier in der Nähe?

Partnerin: Welche Sprachen sprechen Sie?

Partnerin: Was machen Sie normalerweise am Wochenende?

Sample answer

Ich wohne in Graz und arbeite als Verkäuferin. In meiner Freizeit fahre ich gern Fahrrad. Mein Lieblingsessen ist Pasta mit Gemüse, weil es schnell und lecker ist.

Sample questions

  • Wo wohnen Sie?
  • Was sind Sie von Beruf?
  • Was machen Sie gern in Ihrer Freizeit?
  • Was ist Ihr Lieblingsessen?

Sample answers to the partner’s questions

  • Ich habe am 14. Mai Geburtstag. Dieses Jahr habe ich mit Freunden zu Hause gefeiert.
  • Ja, meine Schwester wohnt auch hier in der Stadt. Meine Eltern leben aber in Polen.
  • Ich spreche Deutsch, Englisch und ein bisschen Türkisch. Zu Hause spreche ich meistens Arabisch.
  • Am Wochenende schlafe ich gern länger. Oft gehe ich spazieren oder ich koche mit Freunden.

Sample dialogue

A: Wo wohnen Sie?

B: Ich wohne in Graz, in der Nähe vom Bahnhof. Die Wohnung ist klein, aber sehr hell.

B: Was sind Sie von Beruf?

A: Ich bin Verkäuferin in einem Lebensmittelgeschäft. Die Arbeit gefällt mir, weil ich gern mit Menschen spreche.

A: Was machen Sie gern in Ihrer Freizeit?

B: Ich fahre gern Fahrrad und treffe Freunde. Manchmal sehe ich auch einen Film zu Hause.

B: Was ist Ihr Lieblingsessen?

A: Mein Lieblingsessen ist Pasta mit Gemüse. Das koche ich oft, weil es schnell geht.

Useful phrases

  • Ich wohne in ...
  • Ich arbeite als ...
  • In meiner Freizeit ...
  • Am liebsten esse ich ...
  • Ich spreche ...
  • Am Wochenende mache ich oft ...

Teil 2: Von sich erzählen — Talk about yourself

Sprechen, Teil 28 points

Von sich erzählen.

Was machen Sie mit Ihrem Geld?

Erzählen Sie.

Prompts on the card

  • sparen?
  • einkaufen?
  • Miete?
  • Geschenke?

What the examiner or your partner says

Prüferin: Danke. Bezahlen Sie lieber bar oder mit Karte? Warum?

Prüferin: Und haben Sie einen großen Wunsch, für den Sie Geld sparen möchten?

Sample answer

Ich arbeite in einem kleinen Hotel und bekomme jeden Monat mein Gehalt. Zuerst bezahle ich meine Miete, weil die Wohnung natürlich wichtig ist. Dann bezahle ich auch Strom, Internet und meine Fahrkarte. Beim Einkaufen passe ich auf die Preise auf. Ich kaufe oft im Supermarkt ein und koche zu Hause, weil das billiger ist als Essen im Restaurant. Ein bisschen Geld spare ich jeden Monat, vielleicht fünfzig oder hundert Euro. Das ist nicht immer leicht, aber ich möchte eine Reise nach Österreich machen. Für Geschenke gebe ich auch Geld aus, zum Beispiel für meine Eltern oder meine beste Freundin. Ich finde, kleine Geschenke sind oft genug.

Useful phrases

  • Ich gebe Geld für ... aus.
  • Jeden Monat muss ich ... bezahlen.
  • Ich versuche, etwas Geld zu sparen.
  • Am liebsten kaufe ich ...
  • Für Geschenke gebe ich nicht so viel aus.
  • Ich bezahle meistens ...
  • Ich möchte für ... sparen.

Teil 3: Etwas planen / aushandeln — Plan something together

Sprechen, Teil 38 points

Etwas planen.

Sie möchten gemeinsam ein Geburtstagsgeschenk für Ihre Kollegin kaufen. Sprechen Sie über Ihre Termine und finden Sie eine Zeit, wann Sie zusammen in die Stadt gehen können.

Finden Sie einen Termin.

Your diary (candidate A)

  • 07.30–08.15 Frühstück mit Bruder
  • 08.30–10.00 Deutschkurs
  • 10.15–11.00 Banktermin
  • 11.30–12.30 Mittagspause mit Team
  • 13.00–14.30 Arbeitstreffen
  • 15.00–16.00 Kundentelefonat
  • 17.30–18.30 Fitnesskurs
  • 19.00–20.30 Abendessen bei den Eltern

Your partner’s diary (candidate B)

  • 07.00–08.00 Kind in die Schule bringen
  • 08.30–09.30 Teamsitzung
  • 10.00–11.30 Zahnarzttermin
  • 12.00–13.30 Arbeit im Büro
  • 14.00–15.30 Einkauf für Nachbarin
  • 17.30–18.15 Anmeldung beim Sprachkurs
  • 18.30–19.30 Besuch beim Cousin
  • 20.00–21.00 Online-Kurs

What the examiner or your partner says

Partnerin: Also, wir müssen ja ein Geschenk für Sara kaufen. Passt es dir vielleicht um acht Uhr? Ich habe erst um halb neun meine Teamsitzung.

Partnerin: Um zehn Uhr kann ich leider nicht. Da bin ich beim Zahnarzt, und der Termin dauert bis halb zwölf.

Partnerin: Hm, vielleicht nach dem Mittagessen, so gegen halb zwei? Ich habe dann kurz Zeit, aber um zwei muss ich wieder weg.

Partnerin: Ja, sechzehn Uhr passt mir gut. Dann habe ich bis halb sechs frei. Wir können zusammen in die Stadt gehen.

Common free time: 16.00–17.30

Sample dialogue

A: Wir möchten für Sara ein Geburtstagsgeschenk kaufen. Wann hast du Zeit?

B: Vielleicht um acht Uhr? Ich habe erst um halb neun eine Teamsitzung.

A: Um acht kann ich leider nicht. Ich frühstücke bis Viertel nach acht mit meinem Bruder. Danach habe ich Deutschkurs.

A: Passt dir zehn Uhr?

B: Nein, um zehn bin ich beim Zahnarzt. Der Termin dauert bis halb zwölf.

B: Wie wäre es um halb zwei?

A: Da kann ich auch nicht. Ich habe von eins bis halb drei ein Arbeitstreffen.

A: Ich bin von vier Uhr bis halb sechs frei. Passt dir das?

B: Ja, das passt gut. Ich habe von halb vier bis halb sechs Zeit.

A: Super. Dann treffen wir uns um vier Uhr vor dem Kaufhaus.

B: Einverstanden. Wir kaufen zusammen ein Geschenk für Sara.

Useful phrases

  • Wann hast du Zeit?
  • Passt dir ... Uhr?
  • Da kann ich leider nicht.
  • Ich habe um ... einen Termin.
  • Wie wäre es mit ...?
  • Von ... bis ... habe ich frei.
  • Dann treffen wir uns um ...
  • Das passt gut.

Goethe-Zertifikat B1 Sprechen

Goethe-Zertifikat B1 (B1). Sprechen: about 15 min + 15 min preparation, 3 Teile. Not covered here yet: Teil 3. Its format is on the description page.

Teil 1: Gemeinsam etwas planen — Plan something together

Sprechen, Teil 1about 3 min28 points

Gemeinsam etwas planen. Dauer: circa drei Minuten.

Sie und Ihr Gesprächspartner/Ihre Gesprächspartnerin möchten am Wochenende zusammen auf einem Flohmarkt alte Sachen verkaufen. Planen Sie gemeinsam Ihren Flohmarktstand.

Sprechen Sie über die Punkte unten, machen Sie Vorschläge und reagieren Sie auf die Vorschläge Ihres Gesprächspartners/Ihrer Gesprächspartnerin.

Planen und entscheiden Sie gemeinsam, was Sie tun möchten.

Points to cover

  • Wann treffen Sie sich?
  • Wo soll der Stand stehen?
  • Was müssen Sie mitbringen?
  • Wie teilen Sie die Einnahmen?

What the examiner or your partner says

Partnerin: Also, ich könnte am Samstag schon um sieben Uhr da sein, aber das ist ziemlich früh. Wäre halb acht für dich auch noch okay?

Partnerin: Ich habe im Wetterbericht gehört, dass es am Vormittag vielleicht regnet. Sollen wir lieber einen Platz unter dem Dach nehmen, auch wenn er etwas teurer ist?

Partnerin: Für die Bücher würde ich nicht zu viel verlangen, vielleicht ein oder zwei Euro pro Stück. Bei der kleinen Lampe könnten wir aber mit acht Euro anfangen.

Partnerin: Bei den Einnahmen finde ich es am einfachsten, wenn jede Person das Geld für ihre eigenen Sachen behält. Die Standgebühr teilen wir dann halb und halb, oder?

Sample dialogue

A: Wir wollen ja am Samstag auf dem Flohmarkt verkaufen. Wann sollen wir uns treffen? Ich denke, wir sollten nicht zu spät kommen, weil die guten Plätze schnell weg sind.

B: Ja, das stimmt. Also, ich könnte am Samstag schon um sieben Uhr da sein, aber das ist ziemlich früh. Wäre halb acht für dich auch noch okay?

A: Halb acht finde ich gut. Dann haben wir noch genug Zeit, den Stand aufzubauen. Wo möchten wir stehen? Ich kenne den Platz am Eingang, dort kommen viele Leute vorbei.

B: Der Platz am Eingang ist sicher gut, aber ich habe im Wetterbericht gehört, dass es am Vormittag vielleicht regnet. Sollen wir lieber einen Platz unter dem Dach nehmen, auch wenn er etwas teurer ist?

A: Ja, bei Regen ist ein Platz unter dem Dach besser. Sonst werden die Bücher und Kleider nass. Die höhere Gebühr lohnt sich wahrscheinlich.

B: Gut. Was müssen wir alles mitbringen? Ich kann einen Klapptisch, zwei Stühle und eine große Decke mitnehmen. Außerdem bringe ich Preisschilder und einen Stift.

A: Super. Ich bringe Wechselgeld, eine Kiste für die Bücher und ein paar Taschen für die Käufer mit. Vielleicht sollten wir auch Kaffee und etwas zu essen einpacken.

B: Gute Idee. Und wegen der Preise: Für die Bücher würde ich nicht zu viel verlangen, vielleicht ein oder zwei Euro pro Stück. Bei der kleinen Lampe könnten wir aber mit acht Euro anfangen.

A: Einverstanden. Wenn jemand verhandeln möchte, können wir am Nachmittag die Preise etwas senken. Wie machen wir es mit dem Geld?

B: Bei den Einnahmen finde ich es am einfachsten, wenn jede Person das Geld für ihre eigenen Sachen behält. Die Standgebühr teilen wir dann halb und halb, oder?

A: Ja, das ist fair. Dann treffen wir uns am Samstag um halb acht am Flohmarkt, nehmen den Platz unter dem Dach und bringen Tisch, Stühle, Preisschilder und Wechselgeld mit.

B: Genau. Ich reserviere heute noch den Stand und schreibe dir danach, wie viel die Gebühr kostet.

Useful phrases

  • Ich schlage vor, dass wir uns um ... treffen.
  • Das ist eine gute Idee, aber ...
  • Vielleicht sollten wir lieber ...
  • Ich bin damit einverstanden, wenn ...
  • Was hältst du von ...?
  • Wir könnten ... mitbringen.
  • Meiner Meinung nach ist ... praktischer.
  • Dann machen wir es so: ...

Teil 2: Ein Thema präsentieren — Present a topic

Sprechen, Teil 2about 3 min40 points

Ein Thema präsentieren. Dauer: circa drei Minuten.

Wählen Sie ein Thema (Thema 1 oder Thema 2) aus.

Sie sollen Ihren Zuhörern ein aktuelles Thema präsentieren. Dazu finden Sie hier fünf Folien.

Folgen Sie den Anweisungen links und schreiben Sie Ihre Notizen und Ideen rechts daneben.

Ehrenamtlich arbeiten – ja oder nein?

  1. Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.
  2. Berichten Sie von Ihrer Situation oder einem Erlebnis im Zusammenhang mit dem Thema.
  3. Berichten Sie von der Situation in Ihrem Heimatland und geben Sie Beispiele.
  4. Nennen Sie die Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.
  5. Beenden Sie Ihre Präsentation und danken Sie den Zuhörern.

Sollte man im Alltag weniger Fleisch essen?

  1. Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.
  2. Berichten Sie von Ihrer Situation oder einem Erlebnis im Zusammenhang mit dem Thema.
  3. Berichten Sie von der Situation in Ihrem Heimatland und geben Sie Beispiele.
  4. Nennen Sie die Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.
  5. Beenden Sie Ihre Präsentation und danken Sie den Zuhörern.

What the examiner or your partner says

Prüferin: Sie bekommen jetzt zwei Themen. Wählen Sie bitte ein Thema aus und bereiten Sie Ihre Präsentation vor. Sie haben dazu fünf Folien mit Punkten, über die Sie sprechen sollen.

Prüferin: Sprechen Sie ungefähr drei Minuten. Folgen Sie bitte den Folien. Danach können wir noch kurz über Ihr Thema sprechen.

Sample talk — Ehrenamtlich arbeiten – ja oder nein?

Guten Tag, ich möchte heute über das Thema „Ehrenamtlich arbeiten – ja oder nein?“ sprechen. Dabei geht es besonders um freiwilliges Engagement in einem Verein, zum Beispiel im Sportverein oder in einem Kulturverein. Meine Präsentation hat fünf Teile. Zuerst stelle ich das Thema kurz vor, dann erzähle ich von meiner eigenen Erfahrung. Danach spreche ich über die Situation in meinem Heimatland. Anschließend nenne ich Vor- und Nachteile und sage meine Meinung. Am Ende fasse ich alles kurz zusammen. Ich persönlich habe einmal in einem kleinen Fußballverein geholfen. Mein jüngerer Bruder hat dort trainiert, und der Verein suchte Leute für ein Sommerfest. Ich habe Kuchen verkauft und später beim Aufräumen geholfen. Am Anfang dachte ich, dass das vielleicht langweilig wird. Aber es war sehr nett, weil ich viele Menschen aus der Nachbarschaft kennengelernt habe. In meinem Heimatland Polen gibt es auch viele Vereine, aber nicht überall ist ehrenamtliche Arbeit gleich beliebt. In kleineren Orten helfen oft Eltern im Sportverein oder bei Festen der Schule. In großen Städten gibt es mehr Möglichkeiten, zum Beispiel Gruppen, die ältere Menschen besuchen oder Veranstaltungen organisieren. Ehrenamtliche Arbeit hat viele Vorteile. Man kann etwas Sinnvolles tun, neue Kontakte finden und neue Fähigkeiten lernen. Zum Beispiel lernt man, besser zu organisieren oder mit anderen zusammenzuarbeiten. Ein Nachteil ist, dass man Zeit braucht und manchmal auch Stress hat, wenn man schon beruflich oder in der Schule viel zu tun hat. Meine Meinung ist: Ehrenamt ist sehr positiv, aber es muss zur eigenen Lebenssituation passen. Man sollte lieber regelmäßig wenig helfen als einmal zu viel versprechen. Zum Schluss möchte ich sagen: Vereine brauchen freiwillige Helfer, und schon kleine Aufgaben können wichtig sein. Vielen Dank fürs Zuhören.

Sample talk — Sollte man im Alltag weniger Fleisch essen?

Guten Tag, ich präsentiere heute das Thema „Sollte man im Alltag weniger Fleisch essen?“. Das ist ein aktuelles Thema, weil viele Menschen über Gesundheit, Umwelt und Preise sprechen. Meine Präsentation besteht aus fünf Teilen. Zuerst erkläre ich kurz das Thema und die Struktur. Dann erzähle ich von meiner persönlichen Situation. Danach berichte ich, wie es in meinem Heimatland ist. Anschließend nenne ich Vorteile und Nachteile und sage meine Meinung. Zum Schluss beende ich meine Präsentation. Bei mir hat sich das Essen in den letzten zwei Jahren verändert. Früher habe ich fast jeden Tag Fleisch gegessen, oft mittags in der Kantine. Dann hat eine Freundin eine vegetarische Woche ausprobiert, und ich habe mitgemacht. Am Anfang war es ungewohnt, aber ich habe gemerkt, dass Gerichte mit Gemüse, Linsen oder Käse auch gut schmecken und satt machen. In meinem Heimatland, der Türkei, spielt Fleisch in vielen Familien eine wichtige Rolle, besonders bei Feiern oder wenn Gäste kommen. Gleichzeitig gibt es viele traditionelle Gerichte ohne Fleisch, zum Beispiel mit Bohnen, Reis, Auberginen oder Joghurt. In den Städten sehe ich, dass junge Leute häufiger vegetarische Alternativen ausprobieren. Auf dem Land bleibt Fleisch aber oft ein Zeichen für ein besonderes Essen. Weniger Fleisch zu essen hat einige Vorteile. Es kann gesünder sein, wenn man mehr Gemüse isst. Außerdem spart man oft Geld, denn Fleisch ist nicht billig. Auch für die Umwelt kann es besser sein. Es gibt aber auch Nachteile. Man muss manchmal genauer planen, damit man genug Eiweiß bekommt. Außerdem finden manche Menschen, dass ihnen der Geschmack fehlt. Meine Meinung ist: Man muss nicht sofort ganz auf Fleisch verzichten. Aber ein oder zwei fleischfreie Tage pro Woche sind ein guter Anfang. Wichtig ist, dass das Essen schmeckt und zum Alltag passt. Damit bin ich am Ende meiner Präsentation. Vielen Dank fürs Zuhören.

Useful phrases

  • Ich möchte heute über das Thema ... sprechen.
  • Meine Präsentation hat fünf Teile.
  • Zuerst erkläre ich ..., danach berichte ich über ...
  • Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ...
  • In meinem Heimatland ist es so, dass ...
  • Ein Vorteil ist ..., ein Nachteil ist ...
  • Meiner Meinung nach sollte man ...
  • Zum Schluss möchte ich sagen, dass ...
  • Vielen Dank fürs Zuhören.

Goethe-Zertifikat B2 Sprechen

Goethe-Zertifikat B2 (B2). Sprechen: about 15 min (pair), about 10 min (single) + 15 min preparation, 2 Teile.

Teil 1: Vortrag halten — Give a short talk

Sprechen, Teil 1about 4 min per candidate44 points

Vortrag halten. Dauer für beide Teilnehmende: circa 8 Minuten.

Sie nehmen an einem Seminar teil und sollen dort einen kurzen Vortrag halten.

Wählen Sie ein Thema (Thema 1 oder 2) aus. Ihre Gesprächspartnerinnen/Ihre Gesprächspartner hören zu und stellen Ihnen anschließend Fragen.

Strukturieren Sie Ihren Vortrag mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.

Sprechen Sie circa 4 Minuten.

Nachhaltig einkaufen im Alltag

  • Beschreiben Sie verschiedene Möglichkeiten, im Alltag nachhaltiger einzukaufen.
  • Nennen Sie Vor- und Nachteile und bewerten Sie diese.
  • Beschreiben Sie eine Möglichkeit genauer.

Online lernen neben Beruf oder Studium

  • Beschreiben Sie verschiedene Formen, online neben Beruf oder Studium zu lernen.
  • Nennen Sie Vor- und Nachteile und bewerten Sie diese.
  • Beschreiben Sie eine Form genauer.

What the examiner or your partner says

Partnerin: Danke für Ihren Vortrag. Ich hätte noch eine Frage: Glauben Sie, dass nachhaltiges Einkaufen auch für Menschen mit wenig Geld realistisch ist?

Prüfer: Mich würde noch interessieren: Welche Rolle sollten Supermärkte und andere Geschäfte beim nachhaltigen Einkauf spielen?

Partner: Vielen Dank. Zu Ihrem Vortrag über Online-Lernen: Für welche Personen ist Online-Lernen Ihrer Meinung nach besonders geeignet?

Prüferin: Ich habe auch noch eine Frage: Was könnte man tun, damit Lernende online motiviert bleiben?

Sample talk — Nachhaltig einkaufen im Alltag

Ich möchte heute über das Thema „Nachhaltig einkaufen im Alltag“ sprechen. Das Thema ist meiner Meinung nach sehr aktuell, weil viele Menschen zwar umweltbewusster leben möchten, aber im Alltag oft nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Nachhaltig einzukaufen bedeutet nicht unbedingt, alles perfekt zu machen. Es geht eher darum, bewusste Entscheidungen zu treffen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, regionale und saisonale Produkte zu kaufen, zum Beispiel Gemüse vom Wochenmarkt oder Obst aus der Umgebung. Außerdem kann man darauf achten, weniger Verpackung zu verwenden, also eigene Taschen, Dosen oder Beutel mitzunehmen. Eine weitere Form ist der Kauf von Produkten mit Umwelt- oder Fair-Trade-Siegeln. Auch Secondhand-Kleidung, Reparieren statt Wegwerfen und das Planen von Mahlzeiten gehören für mich dazu, weil dadurch weniger Müll entsteht. Natürlich hat nachhaltiges Einkaufen Vorteile und Nachteile. Ein großer Vorteil ist, dass Ressourcen geschont werden. Wenn weniger Plastik benutzt wird oder Lebensmittel nicht um die halbe Welt transportiert werden, ist das besser für die Umwelt. Außerdem kauft man oft bewusster ein und verschwendet weniger. Man merkt zum Beispiel, dass man nicht drei verschiedene Brotsorten braucht, wenn am Ende doch etwas weggeworfen wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass kleinere Betriebe in der Region unterstützt werden können. Es gibt aber auch Nachteile. Nachhaltige Produkte sind manchmal teurer oder nicht überall verfügbar. Wer auf dem Land wohnt, hat vielleicht keinen Unverpackt-Laden in der Nähe. Außerdem braucht man mehr Zeit, weil man Preise vergleichen, Informationen lesen oder mehrere Geschäfte besuchen muss. Trotzdem würde ich die Vorteile höher bewerten. Man muss ja nicht alles auf einmal ändern. Schon kleine Schritte können langfristig eine Wirkung haben. Genauer beschreiben möchte ich das Einkaufen mit weniger Verpackung. Dabei nimmt man zum Beispiel Stoffbeutel für Brot, Netze für Gemüse und eigene Behälter für Käse oder Nüsse mit. Am Anfang wirkt das vielleicht umständlich, weil man daran denken muss. Nach einiger Zeit wird es aber zur Gewohnheit. Wichtig ist auch, dass Geschäfte solche Möglichkeiten akzeptieren und Kundinnen und Kunden nicht das Gefühl geben, sie seien kompliziert. Zum Schluss möchte ich sagen: Nachhaltiges Einkaufen ist kein Wettbewerb. Es sollte nicht darum gehen, andere zu kritisieren. Entscheidend ist, dass jede Person im Rahmen ihrer Möglichkeiten bewusster konsumiert. Wenn viele Menschen kleine Veränderungen machen, kann daraus eine große Veränderung entstehen.

Follow-up questions

  • Glauben Sie, dass nachhaltiges Einkaufen auch für Menschen mit wenig Geld realistisch ist?
  • Welche Rolle sollten Supermärkte und andere Geschäfte beim nachhaltigen Einkauf spielen?

Sample talk — Online lernen neben Beruf oder Studium

In meinem Vortrag geht es um das Thema „Online lernen neben Beruf oder Studium“. Dieses Thema ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, weil viele Menschen sich weiterbilden möchten, aber nicht die Zeit haben, regelmäßig an einem festen Ort an Kursen teilzunehmen. Online-Lernen bietet dafür viele Möglichkeiten. Zunächst kann man zwischen verschiedenen Formen unterscheiden. Es gibt Live-Kurse, bei denen man zu einer bestimmten Uhrzeit mit einer Lehrkraft und anderen Teilnehmenden online zusammenkommt. Daneben gibt es aufgezeichnete Kurse, die man jederzeit anschauen kann. Außerdem nutzen viele Menschen Lern-Apps, digitale Karteikarten, Podcasts oder Lernplattformen mit Übungen und Tests. Manche Hochschulen oder Firmen bieten auch komplette Online-Seminare an, bei denen Aufgaben abgegeben und bewertet werden. Ein großer Vorteil des Online-Lernens ist die Flexibilität. Wer arbeitet oder studiert, kann am Abend, am Wochenende oder in der Mittagspause lernen. Man spart außerdem Fahrzeit und kann oft von zu Hause aus teilnehmen. Das ist besonders praktisch für Menschen, die Kinder haben oder in einer kleineren Stadt wohnen. Ein weiterer Vorteil ist, dass viele Materialien wiederholt werden können. Wenn man etwas nicht verstanden hat, schaut man sich ein Video einfach noch einmal an. Auf der anderen Seite gibt es auch Nachteile. Online zu lernen verlangt viel Selbstdisziplin. Wenn niemand im Raum sitzt und kontrolliert, ob man wirklich mitarbeitet, verschiebt man Aufgaben leichter. Außerdem fehlt manchmal der direkte Kontakt zu anderen Lernenden. Fragen können zwar im Chat gestellt werden, aber ein persönliches Gespräch ist oft spontaner. Technische Probleme können ebenfalls stören, zum Beispiel eine schlechte Internetverbindung oder ein unübersichtliches Programm. Trotzdem bewerte ich Online-Lernen insgesamt positiv, besonders wenn es gut organisiert ist. Meiner Meinung nach ist eine Mischung aus festen Terminen und freier Zeiteinteilung ideal. Dann hat man einerseits Struktur und andererseits genug Flexibilität. Genauer beschreiben möchte ich den Live-Online-Kurs. Dabei treffen sich die Teilnehmenden regelmäßig in einem virtuellen Raum. Die Lehrkraft erklärt Inhalte, stellt Fragen und lässt die Gruppe in kleinen Räumen zusammenarbeiten. Diese Form ist sinnvoll, weil man nicht völlig allein lernt. Gleichzeitig kann man von überall teilnehmen. Wichtig ist allerdings, dass die Kamera- und Mikrofonregeln klar sind und dass es kurze Pausen gibt, denn lange Online-Sitzungen sind anstrengend. Abschließend lässt sich sagen, dass Online-Lernen neben Beruf oder Studium viele Chancen bietet. Es ersetzt nicht immer den Unterricht vor Ort, aber es kann Weiterbildung deutlich leichter zugänglich machen.

Follow-up questions

  • Für welche Personen ist Online-Lernen Ihrer Meinung nach besonders geeignet?
  • Was könnte man tun, damit Lernende online motiviert bleiben?

Useful phrases

  • Ich möchte heute über das Thema ... sprechen.
  • Zunächst werde ich verschiedene Möglichkeiten vorstellen.
  • Ein wichtiger Vorteil besteht darin, dass ...
  • Auf der anderen Seite sollte man bedenken, dass ...
  • Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile, weil ...
  • Besonders interessant finde ich die Möglichkeit, ...
  • Ein konkretes Beispiel dafür wäre ...
  • Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ...

Teil 2: Diskussion führen — Hold a discussion

Sprechen, Teil 2about 5 min together40 points

Diskussion führen. Dauer für beide Teilnehmende: circa 5 Minuten.

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die Frage.

Sollte Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch sein?

Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus.

Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners.

Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen?

Keywords

  • Produktivität
  • Teamkontakt
  • Kosten
  • Gleichbehandlung

What the examiner or your partner says

Partnerin: Also, ich sehe das eher skeptisch. Wenn Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch wäre, könnten Betriebe viel schlechter planen, vor allem kleinere Firmen. Außerdem geht im Büro oft vieles schneller, weil man sich direkt abstimmen kann.

Partnerin: Aber wie soll denn die Arbeitsleistung kontrolliert werden? Im Büro sieht man zumindest, ob jemand erreichbar ist. Zu Hause könnte es schwieriger sein, Ergebnisse und Arbeitszeit fair zu beurteilen, oder?

Partnerin: Ein weiterer Punkt ist die Fairness: Manche Berufe, zum Beispiel in der Pflege, im Verkauf oder in der Produktion, können gar nicht von zu Hause aus gemacht werden. Wäre ein gesetzlicher Anspruch dann nicht ungerecht gegenüber diesen Beschäftigten?

Partnerin: Vielleicht wäre ein Kompromiss sinnvoll: kein absoluter Anspruch für alle, aber ein Recht, Homeoffice zu beantragen. Der Arbeitgeber müsste dann begründen, wenn es aus betrieblichen Gründen nicht geht.

Sample dialogue

A: Ich bin grundsätzlich dafür, dass Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch wird, zumindest für Tätigkeiten, bei denen es technisch möglich ist. Viele Beschäftigte arbeiten zu Hause konzentrierter, weil sie weniger unterbrochen werden und keine Zeit für den Arbeitsweg verlieren. Das kann die Produktivität sogar erhöhen.

B: Also, ich sehe das eher skeptisch. Wenn Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch wäre, könnten Betriebe viel schlechter planen, vor allem kleinere Firmen. Außerdem geht im Büro oft vieles schneller, weil man sich direkt abstimmen kann.

A: Das stimmt teilweise. Teamkontakt ist wichtig, und nicht jede Besprechung lässt sich gut per Videokonferenz ersetzen. Aber ein gesetzlicher Anspruch müsste ja nicht bedeuten, dass alle immer zu Hause bleiben. Man könnte zum Beispiel zwei oder drei Tage Homeoffice pro Woche ermöglichen und feste Präsenztage vereinbaren.

B: Aber wie soll denn die Arbeitsleistung kontrolliert werden? Im Büro sieht man zumindest, ob jemand erreichbar ist. Zu Hause könnte es schwieriger sein, Ergebnisse und Arbeitszeit fair zu beurteilen, oder?

A: Ich finde, Kontrolle sollte sich weniger daran orientieren, ob jemand am Schreibtisch sitzt, sondern an Ergebnissen. Natürlich bräuchte man klare Ziele, erreichbare Fristen und Regeln zur Erreichbarkeit. Außerdem wäre es möglich, die Arbeitszeit digital zu dokumentieren, ohne die Beschäftigten ständig zu überwachen.

B: Ein weiterer Punkt ist die Fairness: Manche Berufe, zum Beispiel in der Pflege, im Verkauf oder in der Produktion, können gar nicht von zu Hause aus gemacht werden. Wäre ein gesetzlicher Anspruch dann nicht ungerecht gegenüber diesen Beschäftigten?

A: Das ist ein wichtiger Einwand. Gleichbehandlung heißt aber nicht unbedingt, dass alle exakt dasselbe bekommen. Wenn Homeoffice in einem Beruf nicht möglich ist, könnten andere Ausgleiche angeboten werden, etwa flexiblere Dienstpläne oder Zuschüsse für den Arbeitsweg. Entscheidend ist, dass niemand benachteiligt wird.

B: Vielleicht wäre ein Kompromiss sinnvoll: kein absoluter Anspruch für alle, aber ein Recht, Homeoffice zu beantragen. Der Arbeitgeber müsste dann begründen, wenn es aus betrieblichen Gründen nicht geht.

A: Damit könnte ich gut leben. Ich wäre also für einen gesetzlichen Anspruch, aber nicht ohne Bedingungen. Homeoffice sollte möglich sein, wenn die Tätigkeit dafür geeignet ist und Teamkontakt, Datenschutz und Arbeitsorganisation gesichert bleiben. Eine begründete Ablehnung durch den Arbeitgeber wäre dann ein fairer Mittelweg.

Useful phrases

  • Ich bin der Meinung, dass …
  • Ein wichtiges Argument dafür/dagegen ist …
  • Da stimme ich Ihnen nur teilweise zu, weil …
  • Man sollte auch berücksichtigen, dass …
  • Aus meiner Sicht wäre ein Kompromiss …
  • Wenn man das gesetzlich regeln würde, müsste …
  • Am Ende komme ich zu dem Schluss, dass …

Goethe-Zertifikat C1 Sprechen

Goethe-Zertifikat C1 (C1). Sprechen: about 20 min (pair), about 15 min (single) + 20 min preparation, 2 Teile.

Teil 1: Vortrag halten — Give a talk

Sprechen, Teil 1about 7 min per candidate52 points

Vortrag halten. Dauer: circa 7 Minuten.

Wählen Sie aus den beiden Themen ein Thema aus.

Sie nehmen an einem Seminar zu aktuellen Fragen teil und halten einen kurzen Vortrag zu dem von Ihnen gewählten Thema. Ihre Gesprächspartnerinnen/Gesprächspartner hören zu und stellen Ihnen anschließend Fragen dazu.

Gehen Sie auf alle vier Punkte ein und achten Sie darauf, Ihren Vortrag gut zu strukturieren.

Verändert Künstliche Intelligenz wissenschaftliches Arbeiten grundlegend?

An Hochschulen werden KI-Systeme inzwischen für automatische Literaturrecherche, Zusammenfassungen, Textentwürfe, Übersetzungen und statistische Datenanalyse genutzt. Befürworter sehen darin eine Entlastung von Routinearbeiten und einen Zugang zu großen Datenmengen. Kritiker warnen vor oberflächlicher Quellenprüfung, unklarer Urheberschaft und einer Verschiebung wissenschaftlicher Verantwortung.

  • Geben Sie ein Beispiel.
  • Argumentieren Sie für oder gegen den Einsatz von KI-Werkzeugen im wissenschaftlichen Arbeiten.
  • Äußern Sie sich: Welche Transparenzregeln sollten an Hochschulen gelten?
  • Machen Sie einen Vorschlag für den Umgang mit KI in Seminaren.

Sollten Hochschulen KI-gestützte Schreib- und Analysewerkzeuge offiziell in die Lehre integrieren?

Viele Lehrende beobachten, dass Studierende KI-Programme längst für Hausarbeiten, Präsentationen und Datenauswertungen verwenden. Manche Hochschulen reagieren mit Verboten, andere entwickeln Leitlinien und Workshops. Umstritten ist, ob eine offizielle Integration die Qualität wissenschaftlicher Ausbildung erhöht oder ob dadurch eigenständiges Denken, sauberes Zitieren und die Fähigkeit zur geduldigen Textarbeit geschwächt werden.

  • Geben Sie ein Beispiel.
  • Argumentieren Sie für oder gegen die offizielle Integration von KI-Werkzeugen in die Hochschullehre.
  • Äußern Sie sich: Wie transparent sollte die Nutzung von KI in wissenschaftlichen Arbeiten gemacht werden?
  • Machen Sie einen Vorschlag für konkrete Seminarregeln.

What the examiner or your partner says

Prüferin: Sie haben die automatische Literaturrecherche angesprochen. Wo sehen Sie die Grenze zwischen sinnvoller Unterstützung und einer problematischen Abhängigkeit von der Technik?

Partner: Mich würde interessieren: Sollte ein Verstoß gegen Transparenzregeln ähnlich streng bewertet werden wie ein klassisches Plagiat?

Prüferin: Sie plädieren für verbindliche Regeln. Wie könnte man verhindern, dass solche Regeln nur auf dem Papier stehen und im Alltag niemand sie kontrolliert?

Partner: Eine Frage noch: Besteht nicht die Gefahr, dass Studierende mit weniger technischem Vorwissen durch solche KI-Regeln zusätzlich benachteiligt werden?

Sample talk — Verändert Künstliche Intelligenz wissenschaftliches Arbeiten grundlegend?

Ich möchte mich mit der Frage beschäftigen, ob Künstliche Intelligenz wissenschaftliches Arbeiten grundlegend verändert. Meine These lautet: Ja, sie verändert es erheblich, aber nicht in dem Sinne, dass Denken, Kritik und methodische Sorgfalt überflüssig würden. Vielmehr verschieben sich die Anforderungen: Wer wissenschaftlich arbeitet, muss künftig nicht nur Quellen und Methoden beherrschen, sondern auch die Funktionsweise, Grenzen und Risiken digitaler Assistenzsysteme reflektieren. Zunächst ein Beispiel aus einem fiktiven Masterseminar an der Universität Graz: Eine Studentin untersucht, wie sich Hitzeperioden auf die Arbeitsbelastung in Pflegeeinrichtungen auswirken. Früher hätte sie mehrere Datenbanken einzeln durchsucht, Suchbegriffe ausprobiert und zahlreiche Abstracts manuell gesichtet. Heute kann sie ein KI-gestütztes Recherchewerkzeug bitten, relevante Studien nach Zeitraum, Methode und Region zu ordnen. Außerdem lässt sie sich aus Interviewtranskripten erste Kategorien vorschlagen. Das kann enorm hilfreich sein. Problematisch wird es jedoch, wenn sie die vorgeschlagenen Studien nicht selbst überprüft oder die Kategorien ungeprüft übernimmt. Dann entsteht der Eindruck methodischer Präzision, obwohl die eigentliche wissenschaftliche Kontrolle fehlt. Ich argumentiere grundsätzlich für den Einsatz solcher Werkzeuge, allerdings unter klaren Bedingungen. Wissenschaftliches Arbeiten besteht nicht nur aus dem Formulieren fertiger Sätze, sondern auch aus Auswahl, Strukturierung, Interpretation und Begründung. Gerade bei Routineaufgaben kann KI produktiv sein: Sie kann große Textmengen vorsortieren, statistische Muster sichtbar machen, alternative Gliederungen vorschlagen oder sprachliche Hürden senken. Für internationale Studierende kann das beispielsweise eine faire Unterstützung sein, weil sie ihre fachlichen Gedanken präziser ausdrücken können. Gleichzeitig dürfen wir nicht ignorieren, dass KI-Systeme plausible, aber falsche Informationen erzeugen können. Sie kennen keinen Wahrheitsbegriff im wissenschaftlichen Sinne, sondern arbeiten probabilistisch. Deshalb liegt die Verantwortung für jede Aussage weiterhin bei der Autorin oder dem Autor. Wer diese Verantwortung an ein System delegiert, handelt nicht effizient, sondern unwissenschaftlich. Besonders wichtig sind aus meiner Sicht Transparenzregeln. Hochschulen sollten nicht nur pauschal erlauben oder verbieten, sondern differenziert festlegen, welche Nutzung dokumentiert werden muss. Wenn KI zur sprachlichen Überarbeitung eingesetzt wurde, genügt vielleicht ein kurzer Hinweis. Wenn sie bei der Hypothesenbildung, Datenauswertung oder Literaturauswahl geholfen hat, sollte das genauer beschrieben werden: welches Werkzeug, zu welchem Zweck, in welchem Umfang und mit welcher anschließenden Kontrolle. Zudem sollte klar sein, dass erfundene Quellen, ungeprüfte Zitate oder nicht deklarierte Textgenerierung schwerwiegende Verstöße darstellen können. Transparenz bedeutet dabei nicht Misstrauen gegenüber Studierenden, sondern Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Verfahren. Für Seminare schlage ich einen pragmatischen Umgang vor. Lehrende sollten KI nicht aus dem Raum verbannen, sondern sie zum Gegenstand methodischer Ausbildung machen. In einer Sitzung könnten Studierende zum Beispiel dieselbe Forschungsfrage einmal klassisch und einmal mit KI-Unterstützung bearbeiten. Anschließend vergleichen sie Trefferqualität, blinde Flecken, sprachliche Glättungen und methodische Verzerrungen. Außerdem könnten Seminararbeiten eine kurze KI-Erklärung enthalten, ähnlich einem Methodenanhang. Wichtig wäre auch, Aufgabenformate anzupassen: mehr mündliche Verteidigungen, Prozessdokumentationen, kommentierte Bibliografien und Reflexionen über Entscheidungen. So wird nicht nur das Endprodukt bewertet, sondern der wissenschaftliche Weg dorthin. Zusammenfassend würde ich sagen: KI verändert wissenschaftliches Arbeiten grundlegend, weil sie Recherche, Schreiben und Analyse beschleunigt und teilweise neu organisiert. Sie ersetzt aber nicht wissenschaftliche Urteilskraft. Die entscheidende Kompetenz der Zukunft ist daher nicht, KI möglichst heimlich zu nutzen, sondern sie kritisch, transparent und methodisch kontrolliert einzusetzen.

Follow-up questions

  • Sie haben die automatische Literaturrecherche angesprochen. Wo sehen Sie die Grenze zwischen sinnvoller Unterstützung und einer problematischen Abhängigkeit von der Technik?
  • Mich würde interessieren: Sollte ein Verstoß gegen Transparenzregeln ähnlich streng bewertet werden wie ein klassisches Plagiat?

Sample talk — Sollten Hochschulen KI-gestützte Schreib- und Analysewerkzeuge offiziell in die Lehre integrieren?

Ich spreche über die Frage, ob Hochschulen KI-gestützte Schreib- und Analysewerkzeuge offiziell in die Lehre integrieren sollten. Meine Position ist: Ja, sie sollten das tun, aber nicht im Sinne einer unkritischen Modernisierung. Entscheidend ist eine didaktisch kontrollierte Integration. Wenn Hochschulen so tun, als existierten diese Werkzeuge nicht, entsteht eine Grauzone. Dort nutzen einige Studierende KI sehr intensiv, andere aus Unsicherheit gar nicht, und Lehrende bewerten Produkte, deren Entstehung sie kaum nachvollziehen können. Ein Beispiel: In einem Soziologieseminar an einer Fachhochschule in Köln sollen Studierende kurze Interviews zur Wohnungssuche auswerten. Einige verwenden ein KI-Programm, um wiederkehrende Themen wie Diskriminierungserfahrungen, Mietpreise oder Wartezeiten zu markieren. Andere codieren die Interviews vollständig manuell. Bei der Abschlussdiskussion stellt sich heraus, dass die KI zwar schnell Kategorien vorgeschlagen hat, aber ironische Bemerkungen und regionale Besonderheiten mehrfach falsch interpretiert wurden. Dieses Beispiel zeigt zweierlei: KI kann den analytischen Einstieg erleichtern, sie kann aber zugleich soziale und sprachliche Nuancen übersehen. Genau deshalb gehört sie in die Lehre, nicht außerhalb der Lehre. Ich argumentiere also für eine offizielle Integration. Ein Verbot wäre aus meiner Sicht weder realistisch noch pädagogisch überzeugend. Realistisch ist es nicht, weil die Programme leicht zugänglich sind und sich ihre Nutzung kaum zuverlässig nachweisen lässt. Pädagogisch problematisch ist ein Verbot, weil Studierende dann nicht lernen, wie man mit den Werkzeugen verantwortungsvoll umgeht. Hochschulen haben die Aufgabe, wissenschaftliche Mündigkeit zu fördern. Dazu gehört heute auch die Fähigkeit, algorithmische Vorschläge zu prüfen, Datenquellen zu hinterfragen und generierte Texte nicht mit Erkenntnis zu verwechseln. Allerdings darf Integration nicht bedeuten, dass jede Aufgabe automatisiert wird. Gerade langsame, eigenständige Textarbeit bleibt wichtig, weil sie zum Denken zwingt. Ein gutes Studium sollte daher beides vermitteln: digitale Unterstützung und intellektuelle Eigenleistung. Zur Transparenz: Meiner Ansicht nach sollte die Nutzung von KI abhängig von ihrer Bedeutung offengelegt werden. Eine rein orthografische Korrektur muss nicht denselben Status haben wie die Generierung ganzer Argumentationsabschnitte oder die automatische Auswertung empirischer Daten. Sinnvoll wäre ein abgestuftes Modell. Auf einer ersten Stufe steht sprachliche Unterstützung, die knapp erwähnt werden kann. Auf einer zweiten Stufe stehen inhaltliche Vorschläge, Gliederungen oder Recherchehilfen, die genauer dokumentiert werden sollten. Auf einer dritten Stufe steht die methodische Mitwirkung, etwa bei Codierung, Statistik oder Modellierung; hier müsste die Nutzung ausführlich im Methodenteil beschrieben werden. Entscheidend ist, dass Leserinnen und Leser beurteilen können, welche Leistung von der Person und welche vom Werkzeug stammt. Für konkrete Seminarregeln schlage ich Folgendes vor. Erstens sollte es zu Beginn jedes Seminars eine kurze schriftliche KI-Vereinbarung geben, in der erlaubte, eingeschränkt erlaubte und verbotene Nutzungen genannt werden. Zweitens sollten Studierende bei größeren Arbeiten ein Arbeitsprotokoll führen: Welche Prompts wurden verwendet? Welche Ergebnisse wurden übernommen, verworfen oder korrigiert? Drittens sollten Lehrende Aufgaben so gestalten, dass der Prozess sichtbar wird, zum Beispiel durch Exposés, Zwischenfassungen, kommentierte Quellenlisten und mündliche Nachfragen. Viertens brauchen Studierende ohne technische Vorerfahrung niedrigschwellige Einführungssitzungen, damit KI-Kompetenz nicht von sozialer Herkunft oder privater Experimentierfreude abhängt. Mein Fazit lautet: Hochschulen sollten KI-Werkzeuge nicht als bloßes Täuschungsrisiko behandeln. Sie sollten sie offiziell integrieren, weil nur dann Qualitätsmaßstäbe, Transparenz und Chancengleichheit hergestellt werden können. Die zentrale Herausforderung besteht darin, technische Effizienz mit wissenschaftlicher Redlichkeit und eigenständigem Denken zu verbinden.

Follow-up questions

  • Sie plädieren für verbindliche Regeln. Wie könnte man verhindern, dass solche Regeln nur auf dem Papier stehen und im Alltag niemand sie kontrolliert?
  • Eine Frage noch: Besteht nicht die Gefahr, dass Studierende mit weniger technischem Vorwissen durch solche KI-Regeln zusätzlich benachteiligt werden?

Useful phrases

  • Ich möchte meine Ausführungen in vier Schritte gliedern.
  • Zunächst lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen, worum es geht.
  • Für meine Position spricht vor allem, dass …
  • Ein häufig unterschätzter Einwand lautet jedoch …
  • Meines Erachtens ist hier eine differenzierte Regelung erforderlich.
  • Unter Transparenz verstehe ich nicht Kontrolle, sondern Nachvollziehbarkeit.
  • Problematisch wird es insbesondere dann, wenn …
  • Daraus ergibt sich für Seminare ein konkreter Vorschlag.
  • Man sollte zwischen sprachlicher Unterstützung und inhaltlicher Mitwirkung unterscheiden.
  • Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass …

Teil 2: Diskussion führen — Hold a discussion

Sprechen, Teil 2about 5 min together32 points

Diskussion führen. Dauer für beide Teilnehmende: circa 5 Minuten.

Sie nehmen an einem Gespräch in einem städtischen Beteiligungsforum teil. Diskutieren Sie mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner über die geplante Sonntagsöffnung einer Stadtbibliothek ohne Fachpersonal.

Stadtbibliothek testet Sonntagsöffnung ohne Bibliotheksteam:

– Kommentieren Sie: Welche Chancen und Probleme sehen Sie bei einer Sonntagsöffnung ohne Fachpersonal?

– Begründen Sie Ihre Prioritäten: Was ist wichtiger – längere Öffnungszeiten, qualifizierte Beratung, Sicherheit oder faire Arbeitsbedingungen?

– Gehen Sie auf die Situation in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land ein.

– Einigen Sie sich auf Bedingungen, unter denen ein sechsmonatiger Testlauf sinnvoll wäre.

Diskutieren Sie gemeinsam circa 5 Minuten.

Points to cover

  • Kommentieren Sie: Welche Chancen und Probleme sehen Sie bei einer Sonntagsöffnung ohne Fachpersonal?
  • Begründen Sie Ihre Prioritäten: Was ist wichtiger – längere Öffnungszeiten, qualifizierte Beratung, Sicherheit oder faire Arbeitsbedingungen?
  • Gehen Sie auf die Situation in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land ein.
  • Einigen Sie sich auf Bedingungen, unter denen ein sechsmonatiger Testlauf sinnvoll wäre.

Stadtbibliothek testet Sonntagsöffnung ohne Bibliotheksteam

Die Stadtbibliothek Lindenau möchte ab Herbst sechs Monate lang auch sonntags öffnen. Ausleihe, Rückgabe und Verlängerung sollen über Automaten und eine App funktionieren. Vor Ort wäre lediglich ein Sicherheitsdienst, der bei technischen Störungen eine Hotline informiert. Fachliche Beratung, Neuanmeldungen und Veranstaltungen fänden sonntags nicht statt. Die Stadt verweist auf Lernplätze für Berufstätige und Familien. Der Personalrat warnt dagegen vor Serviceabbau, Datenschutzproblemen und einer schleichenden Entwertung bibliothekarischer Arbeit.

What the examiner or your partner says

Partnerin: Also, ich finde die Idee auf den ersten Blick ziemlich attraktiv, weil viele Menschen unter der Woche kaum Zeit haben. Aber ganz ohne Fachpersonal? Da frage ich mich schon, ob eine Bibliothek dann nicht eher zu einem überwachten Lesesaal wird.

Partnerin: Mir wäre wichtig, dass man den Nutzen nicht nur an Ausleihzahlen misst. Gerade ältere Nutzerinnen und Nutzer oder Studierende mit speziellen Recherchefragen brauchen Beratung. Wenn die sonntags komplett wegfällt, entsteht schnell eine Zwei-Klassen-Nutzung.

Partnerin: In Schweden habe ich einmal sogenannte offene Bibliotheken gesehen, aber dort gab es klare Zugangskontrollen und vorherige Registrierung. Außerdem waren die Räume technisch sehr gut ausgestattet. Man kann das, glaube ich, nicht einfach eins zu eins übertragen.

Partnerin: Für einen Testlauf könnte ich mir das vorstellen, wenn Datenschutz, Notfallkonzept und Evaluation verbindlich geregelt sind. Und vielleicht müsste wenigstens stundenweise eine bibliothekarische Online-Beratung erreichbar sein, sonst bleibt der Service zu begrenzt.

Sample dialogue

A: Ich halte die Sonntagsöffnung grundsätzlich für eine zeitgemäße Reaktion auf veränderte Lebensrhythmen. Viele Berufstätige, Alleinerziehende oder Schülerinnen und Schüler haben gerade am Wochenende die nötige Ruhe, um zu lernen oder Medien auszuleihen. Gleichzeitig stört mich der Begriff „Öffnung“ ein wenig, wenn wesentliche bibliothekarische Leistungen gar nicht verfügbar sind. Eine Bibliothek ist ja nicht nur ein Raum mit Regalen und Automaten, sondern auch ein Ort der Orientierung, der Beratung und der kulturellen Vermittlung.

B: Da stimme ich Ihnen teilweise zu. Trotzdem würde ich den praktischen Nutzen nicht unterschätzen. Wenn die Alternative lautet: sonntags geschlossen oder sonntags zumindest Lernplätze, Rückgabe und Ausleihe, dann ist die zweite Variante für viele Menschen ein Gewinn. Die entscheidende Frage ist für mich, ob man ehrlich kommuniziert, dass es sich um einen eingeschränkten Betrieb handelt. Problematisch wäre es, wenn die Stadt das als vollwertigen Ersatz für Fachpersonal verkauft.

A: Genau. Meine Priorität läge deshalb bei einer Balance zwischen Zugänglichkeit und Qualität. Längere Öffnungszeiten sind wichtig, aber sie dürfen nicht als Vorwand dienen, Personalstellen mittelfristig abzubauen. Besonders heikel finde ich außerdem Datenschutzfragen: Wenn Zugang, Ausleihe und möglicherweise Videoüberwachung automatisiert sind, muss sehr klar geregelt sein, welche Daten erhoben werden, wer sie auswertet und wie lange sie gespeichert bleiben.

B: Für mich steht zusätzlich die Sicherheit im Vordergrund. Ein Sicherheitsdienst kann zwar bei Konflikten eingreifen, aber er ersetzt keine Fachkraft, die den Betrieb kennt und Nutzerinnen und Nutzer unterstützt. Man denke nur an technische Ausfälle, verlorene Bibliothekskarten oder Personen, die Hilfe bei digitalen Angeboten brauchen. Wenn dann nur eine Hotline existiert, könnte die Frustration ziemlich groß werden.

A: In meinem Heimatland Polen gibt es in einigen größeren Städten ebenfalls längere Öffnungszeiten, aber sonntags sind öffentliche Einrichtungen oft nur eingeschränkt geöffnet. Wo automatisierte Bibliotheksbereiche existieren, sind sie meistens an vorherige Registrierung und klare Nutzungsregeln gekoppelt. Das hat den Vorteil, dass die Verantwortung nicht völlig anonym bleibt. Allerdings profitieren dann vor allem digital kompetente Menschen, während andere Gruppen eher ausgeschlossen werden.

B: Ich kenne aus den Niederlanden ein ähnliches Modell: Dort funktionieren offene Bibliotheken relativ gut, weil die digitale Infrastruktur zuverlässig ist und es eine Kultur der Selbstbedienung gibt. Trotzdem gibt es in der Regel feste Zeiten mit Beratungspersonal, und die automatisierten Phasen sind nur ein Zusatzangebot. Diesen Unterschied finde ich wichtig. Man sollte nicht ein Element übernehmen und die Rahmenbedingungen ignorieren.

A: Wenn wir uns auf Bedingungen für einen Testlauf einigen sollen, würde ich erstens eine klare Befristung auf sechs Monate festlegen, ohne automatische Verlängerung. Zweitens müsste es messbare Kriterien geben: Nutzungszahlen, technische Störungen, Sicherheitsvorfälle, Beschwerden, aber auch Zufriedenheit unterschiedlicher Nutzergruppen. Drittens sollte der Personalrat beteiligt werden, damit die Sonntagsöffnung nicht indirekt zu schlechteren Arbeitsbedingungen führt.

B: Damit kann ich gut leben. Ergänzen würde ich eine stundenweise erreichbare Fachberatung, vielleicht per Video oder Chat, zumindest während der Hauptnutzungszeit am Sonntagnachmittag. Außerdem sollten Datenschutzkonzept und Notfallplan vor Beginn veröffentlicht werden. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind und die Auswertung transparent erfolgt, wäre ein Testlauf aus meiner Sicht vertretbar. Ohne solche Sicherungen wäre das Projekt eher ein Sparmodell als eine Serviceverbesserung.

Useful phrases

  • Auf den ersten Blick wirkt der Vorschlag überzeugend, allerdings …
  • Man müsste zwischen bloßer Zugänglichkeit und tatsächlicher Dienstleistungsqualität unterscheiden.
  • Ein nicht zu unterschätzendes Risiko besteht darin, dass …
  • Aus meiner Sicht sollte die Priorität nicht allein bei … liegen, sondern bei …
  • Wenn man die Situation mit … vergleicht, fällt auf, dass …
  • Unter der Voraussetzung, dass …, wäre ein befristeter Testlauf vertretbar.
  • Entscheidend wäre eine transparente Auswertung anhand klarer Kriterien.
  • Darauf könnte ich mich einigen, sofern …

More Practice

Samples for C2 Sprechen are not on this page yet; the format of every Teil is on the description page. More tasks for every Teil, timed as in the exam and scored with feedback, are in the Goethe practice section, and full timed mock exams are in Goethe mock tests. How the points are counted is on the scoring page.

Kirill O'Nayd, German exams expert

Written by Kirill O'Nayd

Language test expert and educator at TestSucceed. He works through the official Goethe-Institut model papers for every level from A1 to C2, part by part, and explains how each module awards its points. See all TestSucceed preparation materials.

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