The task cards for every Sprechen Teil from A1 to C1, what the examiner or your partner says, and a sample answer at the level. Answer each turn aloud yourself before you open the sample.
Goethe-Zertifikat A1: Start Deutsch 1 (A1). Sprechen: 15 min, 3 Teile.
Sich vorstellen.
Name? · Alter? · Land? · Wohnort? · Sprachen? · Beruf? · Hobby?
What the examiner or your partner says
Prüferin: Guten Tag. Stellen Sie sich bitte kurz vor. Sagen Sie bitte Ihren Namen, Ihr Land, Ihren Wohnort, Ihre Sprachen und Ihr Hobby.
Prüferin: Danke. Können Sie bitte Ihren Nachnamen buchstabieren?
Prüferin: Und wie ist Ihre Telefonnummer, bitte?
Sample answer
Useful phrases
Um Informationen bitten und Informationen geben.
Thema: Einkaufen · Essen und Trinken
Ziehen Sie eine Karte. Stellen Sie Ihrer Partnerin/Ihrem Partner eine Frage. Ihre Partnerin/Ihr Partner antwortet.
Beantworten Sie dann die Frage Ihrer Partnerin/Ihres Partners.
Einkaufen
Card: Preis
Essen und Trinken
Card: Kaffee
What the examiner or your partner says
Partnerin: Wann öffnet der Supermarkt?
Partner: Trinken Sie gern Wasser?
Einkaufen: Was kostet das Brot? — partner: Wann öffnet der Supermarkt? → Der Supermarkt öffnet um acht Uhr.
Essen und Trinken: Trinken Sie gern Kaffee? — partner: Trinken Sie gern Wasser? → Ja, ich trinke gern Wasser.
Sample dialogue
A: Was kostet das Brot?
B: Das Brot kostet zwei Euro.
B: Wann öffnet der Supermarkt?
A: Der Supermarkt öffnet um acht Uhr.
A: Trinken Sie gern Kaffee?
B: Ja, ich trinke gern Kaffee.
B: Trinken Sie gern Wasser?
A: Ja, ich trinke gern Wasser.
Useful phrases
Bitten formulieren und darauf reagieren.
Sehen Sie die Karte an und formulieren Sie eine Bitte. Reagieren Sie dann auf die Bitte Ihrer Partnerin/Ihres Partners.
In the exam the cards show pictures of everyday objects; here the object is named.
Round 1: your partner asks „Geben Sie mir bitte das Buch.“
Round 2: your partner asks „Geben Sie mir bitte den Stuhl.“
What the examiner or your partner says
Partnerin: Geben Sie mir bitte das Buch.
Partner: Geben Sie mir bitte den Stuhl.
Round 1: Geben Sie mir bitte den Kugelschreiber. — reaction: Ja, gern.
Round 2: Machen Sie bitte die Lampe an. — reaction: Tut mir leid, der Stuhl ist besetzt.
Sample dialogue
A: Geben Sie mir bitte den Kugelschreiber.
B: Ja, gern.
B: Geben Sie mir bitte das Buch.
A: Ja, gern.
A: Machen Sie bitte die Lampe an.
B: Ja, gern.
B: Geben Sie mir bitte den Stuhl.
A: Tut mir leid, der Stuhl ist besetzt.
Useful phrases
Goethe-Zertifikat A2 (A2). Sprechen: 15 min (pair), 10 min (single), 3 Teile.
Fragen zur Person.
Sie bekommen vier Karten. Stellen Sie mit den Wörtern Fragen und antworten Sie auf die Fragen Ihrer Partnerin/Ihres Partners.
Your cards
What the examiner or your partner says
Partnerin: Wann haben Sie Geburtstag?
Partnerin: Haben Sie Familie hier in der Nähe?
Partnerin: Welche Sprachen sprechen Sie?
Partnerin: Was machen Sie normalerweise am Wochenende?
Sample answer
Sample questions
Sample answers to the partner’s questions
Sample dialogue
A: Wo wohnen Sie?
B: Ich wohne in Graz, in der Nähe vom Bahnhof. Die Wohnung ist klein, aber sehr hell.
B: Was sind Sie von Beruf?
A: Ich bin Verkäuferin in einem Lebensmittelgeschäft. Die Arbeit gefällt mir, weil ich gern mit Menschen spreche.
A: Was machen Sie gern in Ihrer Freizeit?
B: Ich fahre gern Fahrrad und treffe Freunde. Manchmal sehe ich auch einen Film zu Hause.
B: Was ist Ihr Lieblingsessen?
A: Mein Lieblingsessen ist Pasta mit Gemüse. Das koche ich oft, weil es schnell geht.
Useful phrases
Von sich erzählen.
Was machen Sie mit Ihrem Geld?
Erzählen Sie.
Prompts on the card
What the examiner or your partner says
Prüferin: Danke. Bezahlen Sie lieber bar oder mit Karte? Warum?
Prüferin: Und haben Sie einen großen Wunsch, für den Sie Geld sparen möchten?
Sample answer
Useful phrases
Etwas planen.
Sie möchten gemeinsam ein Geburtstagsgeschenk für Ihre Kollegin kaufen. Sprechen Sie über Ihre Termine und finden Sie eine Zeit, wann Sie zusammen in die Stadt gehen können.
Finden Sie einen Termin.
Your diary (candidate A)
Your partner’s diary (candidate B)
What the examiner or your partner says
Partnerin: Also, wir müssen ja ein Geschenk für Sara kaufen. Passt es dir vielleicht um acht Uhr? Ich habe erst um halb neun meine Teamsitzung.
Partnerin: Um zehn Uhr kann ich leider nicht. Da bin ich beim Zahnarzt, und der Termin dauert bis halb zwölf.
Partnerin: Hm, vielleicht nach dem Mittagessen, so gegen halb zwei? Ich habe dann kurz Zeit, aber um zwei muss ich wieder weg.
Partnerin: Ja, sechzehn Uhr passt mir gut. Dann habe ich bis halb sechs frei. Wir können zusammen in die Stadt gehen.
Common free time: 16.00–17.30
Sample dialogue
A: Wir möchten für Sara ein Geburtstagsgeschenk kaufen. Wann hast du Zeit?
B: Vielleicht um acht Uhr? Ich habe erst um halb neun eine Teamsitzung.
A: Um acht kann ich leider nicht. Ich frühstücke bis Viertel nach acht mit meinem Bruder. Danach habe ich Deutschkurs.
A: Passt dir zehn Uhr?
B: Nein, um zehn bin ich beim Zahnarzt. Der Termin dauert bis halb zwölf.
B: Wie wäre es um halb zwei?
A: Da kann ich auch nicht. Ich habe von eins bis halb drei ein Arbeitstreffen.
A: Ich bin von vier Uhr bis halb sechs frei. Passt dir das?
B: Ja, das passt gut. Ich habe von halb vier bis halb sechs Zeit.
A: Super. Dann treffen wir uns um vier Uhr vor dem Kaufhaus.
B: Einverstanden. Wir kaufen zusammen ein Geschenk für Sara.
Useful phrases
Goethe-Zertifikat B1 (B1). Sprechen: about 15 min + 15 min preparation, 3 Teile. Not covered here yet: Teil 3. Its format is on the description page.
Gemeinsam etwas planen. Dauer: circa drei Minuten.
Sie und Ihr Gesprächspartner/Ihre Gesprächspartnerin möchten am Wochenende zusammen auf einem Flohmarkt alte Sachen verkaufen. Planen Sie gemeinsam Ihren Flohmarktstand.
Sprechen Sie über die Punkte unten, machen Sie Vorschläge und reagieren Sie auf die Vorschläge Ihres Gesprächspartners/Ihrer Gesprächspartnerin.
Planen und entscheiden Sie gemeinsam, was Sie tun möchten.
Points to cover
What the examiner or your partner says
Partnerin: Also, ich könnte am Samstag schon um sieben Uhr da sein, aber das ist ziemlich früh. Wäre halb acht für dich auch noch okay?
Partnerin: Ich habe im Wetterbericht gehört, dass es am Vormittag vielleicht regnet. Sollen wir lieber einen Platz unter dem Dach nehmen, auch wenn er etwas teurer ist?
Partnerin: Für die Bücher würde ich nicht zu viel verlangen, vielleicht ein oder zwei Euro pro Stück. Bei der kleinen Lampe könnten wir aber mit acht Euro anfangen.
Partnerin: Bei den Einnahmen finde ich es am einfachsten, wenn jede Person das Geld für ihre eigenen Sachen behält. Die Standgebühr teilen wir dann halb und halb, oder?
Sample dialogue
A: Wir wollen ja am Samstag auf dem Flohmarkt verkaufen. Wann sollen wir uns treffen? Ich denke, wir sollten nicht zu spät kommen, weil die guten Plätze schnell weg sind.
B: Ja, das stimmt. Also, ich könnte am Samstag schon um sieben Uhr da sein, aber das ist ziemlich früh. Wäre halb acht für dich auch noch okay?
A: Halb acht finde ich gut. Dann haben wir noch genug Zeit, den Stand aufzubauen. Wo möchten wir stehen? Ich kenne den Platz am Eingang, dort kommen viele Leute vorbei.
B: Der Platz am Eingang ist sicher gut, aber ich habe im Wetterbericht gehört, dass es am Vormittag vielleicht regnet. Sollen wir lieber einen Platz unter dem Dach nehmen, auch wenn er etwas teurer ist?
A: Ja, bei Regen ist ein Platz unter dem Dach besser. Sonst werden die Bücher und Kleider nass. Die höhere Gebühr lohnt sich wahrscheinlich.
B: Gut. Was müssen wir alles mitbringen? Ich kann einen Klapptisch, zwei Stühle und eine große Decke mitnehmen. Außerdem bringe ich Preisschilder und einen Stift.
A: Super. Ich bringe Wechselgeld, eine Kiste für die Bücher und ein paar Taschen für die Käufer mit. Vielleicht sollten wir auch Kaffee und etwas zu essen einpacken.
B: Gute Idee. Und wegen der Preise: Für die Bücher würde ich nicht zu viel verlangen, vielleicht ein oder zwei Euro pro Stück. Bei der kleinen Lampe könnten wir aber mit acht Euro anfangen.
A: Einverstanden. Wenn jemand verhandeln möchte, können wir am Nachmittag die Preise etwas senken. Wie machen wir es mit dem Geld?
B: Bei den Einnahmen finde ich es am einfachsten, wenn jede Person das Geld für ihre eigenen Sachen behält. Die Standgebühr teilen wir dann halb und halb, oder?
A: Ja, das ist fair. Dann treffen wir uns am Samstag um halb acht am Flohmarkt, nehmen den Platz unter dem Dach und bringen Tisch, Stühle, Preisschilder und Wechselgeld mit.
B: Genau. Ich reserviere heute noch den Stand und schreibe dir danach, wie viel die Gebühr kostet.
Useful phrases
Ein Thema präsentieren. Dauer: circa drei Minuten.
Wählen Sie ein Thema (Thema 1 oder Thema 2) aus.
Sie sollen Ihren Zuhörern ein aktuelles Thema präsentieren. Dazu finden Sie hier fünf Folien.
Folgen Sie den Anweisungen links und schreiben Sie Ihre Notizen und Ideen rechts daneben.
Ehrenamtlich arbeiten – ja oder nein?
Sollte man im Alltag weniger Fleisch essen?
What the examiner or your partner says
Prüferin: Sie bekommen jetzt zwei Themen. Wählen Sie bitte ein Thema aus und bereiten Sie Ihre Präsentation vor. Sie haben dazu fünf Folien mit Punkten, über die Sie sprechen sollen.
Prüferin: Sprechen Sie ungefähr drei Minuten. Folgen Sie bitte den Folien. Danach können wir noch kurz über Ihr Thema sprechen.
Sample talk — Ehrenamtlich arbeiten – ja oder nein?
Sample talk — Sollte man im Alltag weniger Fleisch essen?
Useful phrases
Goethe-Zertifikat B2 (B2). Sprechen: about 15 min (pair), about 10 min (single) + 15 min preparation, 2 Teile.
Vortrag halten. Dauer für beide Teilnehmende: circa 8 Minuten.
Sie nehmen an einem Seminar teil und sollen dort einen kurzen Vortrag halten.
Wählen Sie ein Thema (Thema 1 oder 2) aus. Ihre Gesprächspartnerinnen/Ihre Gesprächspartner hören zu und stellen Ihnen anschließend Fragen.
Strukturieren Sie Ihren Vortrag mit einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss.
Sprechen Sie circa 4 Minuten.
Nachhaltig einkaufen im Alltag
Online lernen neben Beruf oder Studium
What the examiner or your partner says
Partnerin: Danke für Ihren Vortrag. Ich hätte noch eine Frage: Glauben Sie, dass nachhaltiges Einkaufen auch für Menschen mit wenig Geld realistisch ist?
Prüfer: Mich würde noch interessieren: Welche Rolle sollten Supermärkte und andere Geschäfte beim nachhaltigen Einkauf spielen?
Partner: Vielen Dank. Zu Ihrem Vortrag über Online-Lernen: Für welche Personen ist Online-Lernen Ihrer Meinung nach besonders geeignet?
Prüferin: Ich habe auch noch eine Frage: Was könnte man tun, damit Lernende online motiviert bleiben?
Sample talk — Nachhaltig einkaufen im Alltag
Follow-up questions
Sample talk — Online lernen neben Beruf oder Studium
Follow-up questions
Useful phrases
Diskussion führen. Dauer für beide Teilnehmende: circa 5 Minuten.
Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die Frage.
Sollte Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch sein?
Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus.
Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners.
Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen?
Keywords
What the examiner or your partner says
Partnerin: Also, ich sehe das eher skeptisch. Wenn Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch wäre, könnten Betriebe viel schlechter planen, vor allem kleinere Firmen. Außerdem geht im Büro oft vieles schneller, weil man sich direkt abstimmen kann.
Partnerin: Aber wie soll denn die Arbeitsleistung kontrolliert werden? Im Büro sieht man zumindest, ob jemand erreichbar ist. Zu Hause könnte es schwieriger sein, Ergebnisse und Arbeitszeit fair zu beurteilen, oder?
Partnerin: Ein weiterer Punkt ist die Fairness: Manche Berufe, zum Beispiel in der Pflege, im Verkauf oder in der Produktion, können gar nicht von zu Hause aus gemacht werden. Wäre ein gesetzlicher Anspruch dann nicht ungerecht gegenüber diesen Beschäftigten?
Partnerin: Vielleicht wäre ein Kompromiss sinnvoll: kein absoluter Anspruch für alle, aber ein Recht, Homeoffice zu beantragen. Der Arbeitgeber müsste dann begründen, wenn es aus betrieblichen Gründen nicht geht.
Sample dialogue
A: Ich bin grundsätzlich dafür, dass Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch wird, zumindest für Tätigkeiten, bei denen es technisch möglich ist. Viele Beschäftigte arbeiten zu Hause konzentrierter, weil sie weniger unterbrochen werden und keine Zeit für den Arbeitsweg verlieren. Das kann die Produktivität sogar erhöhen.
B: Also, ich sehe das eher skeptisch. Wenn Homeoffice ein gesetzlicher Anspruch wäre, könnten Betriebe viel schlechter planen, vor allem kleinere Firmen. Außerdem geht im Büro oft vieles schneller, weil man sich direkt abstimmen kann.
A: Das stimmt teilweise. Teamkontakt ist wichtig, und nicht jede Besprechung lässt sich gut per Videokonferenz ersetzen. Aber ein gesetzlicher Anspruch müsste ja nicht bedeuten, dass alle immer zu Hause bleiben. Man könnte zum Beispiel zwei oder drei Tage Homeoffice pro Woche ermöglichen und feste Präsenztage vereinbaren.
B: Aber wie soll denn die Arbeitsleistung kontrolliert werden? Im Büro sieht man zumindest, ob jemand erreichbar ist. Zu Hause könnte es schwieriger sein, Ergebnisse und Arbeitszeit fair zu beurteilen, oder?
A: Ich finde, Kontrolle sollte sich weniger daran orientieren, ob jemand am Schreibtisch sitzt, sondern an Ergebnissen. Natürlich bräuchte man klare Ziele, erreichbare Fristen und Regeln zur Erreichbarkeit. Außerdem wäre es möglich, die Arbeitszeit digital zu dokumentieren, ohne die Beschäftigten ständig zu überwachen.
B: Ein weiterer Punkt ist die Fairness: Manche Berufe, zum Beispiel in der Pflege, im Verkauf oder in der Produktion, können gar nicht von zu Hause aus gemacht werden. Wäre ein gesetzlicher Anspruch dann nicht ungerecht gegenüber diesen Beschäftigten?
A: Das ist ein wichtiger Einwand. Gleichbehandlung heißt aber nicht unbedingt, dass alle exakt dasselbe bekommen. Wenn Homeoffice in einem Beruf nicht möglich ist, könnten andere Ausgleiche angeboten werden, etwa flexiblere Dienstpläne oder Zuschüsse für den Arbeitsweg. Entscheidend ist, dass niemand benachteiligt wird.
B: Vielleicht wäre ein Kompromiss sinnvoll: kein absoluter Anspruch für alle, aber ein Recht, Homeoffice zu beantragen. Der Arbeitgeber müsste dann begründen, wenn es aus betrieblichen Gründen nicht geht.
A: Damit könnte ich gut leben. Ich wäre also für einen gesetzlichen Anspruch, aber nicht ohne Bedingungen. Homeoffice sollte möglich sein, wenn die Tätigkeit dafür geeignet ist und Teamkontakt, Datenschutz und Arbeitsorganisation gesichert bleiben. Eine begründete Ablehnung durch den Arbeitgeber wäre dann ein fairer Mittelweg.
Useful phrases
Goethe-Zertifikat C1 (C1). Sprechen: about 20 min (pair), about 15 min (single) + 20 min preparation, 2 Teile.
Vortrag halten. Dauer: circa 7 Minuten.
Wählen Sie aus den beiden Themen ein Thema aus.
Sie nehmen an einem Seminar zu aktuellen Fragen teil und halten einen kurzen Vortrag zu dem von Ihnen gewählten Thema. Ihre Gesprächspartnerinnen/Gesprächspartner hören zu und stellen Ihnen anschließend Fragen dazu.
Gehen Sie auf alle vier Punkte ein und achten Sie darauf, Ihren Vortrag gut zu strukturieren.
Verändert Künstliche Intelligenz wissenschaftliches Arbeiten grundlegend?
An Hochschulen werden KI-Systeme inzwischen für automatische Literaturrecherche, Zusammenfassungen, Textentwürfe, Übersetzungen und statistische Datenanalyse genutzt. Befürworter sehen darin eine Entlastung von Routinearbeiten und einen Zugang zu großen Datenmengen. Kritiker warnen vor oberflächlicher Quellenprüfung, unklarer Urheberschaft und einer Verschiebung wissenschaftlicher Verantwortung.
Sollten Hochschulen KI-gestützte Schreib- und Analysewerkzeuge offiziell in die Lehre integrieren?
Viele Lehrende beobachten, dass Studierende KI-Programme längst für Hausarbeiten, Präsentationen und Datenauswertungen verwenden. Manche Hochschulen reagieren mit Verboten, andere entwickeln Leitlinien und Workshops. Umstritten ist, ob eine offizielle Integration die Qualität wissenschaftlicher Ausbildung erhöht oder ob dadurch eigenständiges Denken, sauberes Zitieren und die Fähigkeit zur geduldigen Textarbeit geschwächt werden.
What the examiner or your partner says
Prüferin: Sie haben die automatische Literaturrecherche angesprochen. Wo sehen Sie die Grenze zwischen sinnvoller Unterstützung und einer problematischen Abhängigkeit von der Technik?
Partner: Mich würde interessieren: Sollte ein Verstoß gegen Transparenzregeln ähnlich streng bewertet werden wie ein klassisches Plagiat?
Prüferin: Sie plädieren für verbindliche Regeln. Wie könnte man verhindern, dass solche Regeln nur auf dem Papier stehen und im Alltag niemand sie kontrolliert?
Partner: Eine Frage noch: Besteht nicht die Gefahr, dass Studierende mit weniger technischem Vorwissen durch solche KI-Regeln zusätzlich benachteiligt werden?
Sample talk — Verändert Künstliche Intelligenz wissenschaftliches Arbeiten grundlegend?
Follow-up questions
Sample talk — Sollten Hochschulen KI-gestützte Schreib- und Analysewerkzeuge offiziell in die Lehre integrieren?
Follow-up questions
Useful phrases
Diskussion führen. Dauer für beide Teilnehmende: circa 5 Minuten.
Sie nehmen an einem Gespräch in einem städtischen Beteiligungsforum teil. Diskutieren Sie mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner über die geplante Sonntagsöffnung einer Stadtbibliothek ohne Fachpersonal.
Stadtbibliothek testet Sonntagsöffnung ohne Bibliotheksteam:
– Kommentieren Sie: Welche Chancen und Probleme sehen Sie bei einer Sonntagsöffnung ohne Fachpersonal?
– Begründen Sie Ihre Prioritäten: Was ist wichtiger – längere Öffnungszeiten, qualifizierte Beratung, Sicherheit oder faire Arbeitsbedingungen?
– Gehen Sie auf die Situation in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land ein.
– Einigen Sie sich auf Bedingungen, unter denen ein sechsmonatiger Testlauf sinnvoll wäre.
Diskutieren Sie gemeinsam circa 5 Minuten.
Points to cover
Stadtbibliothek testet Sonntagsöffnung ohne Bibliotheksteam
Die Stadtbibliothek Lindenau möchte ab Herbst sechs Monate lang auch sonntags öffnen. Ausleihe, Rückgabe und Verlängerung sollen über Automaten und eine App funktionieren. Vor Ort wäre lediglich ein Sicherheitsdienst, der bei technischen Störungen eine Hotline informiert. Fachliche Beratung, Neuanmeldungen und Veranstaltungen fänden sonntags nicht statt. Die Stadt verweist auf Lernplätze für Berufstätige und Familien. Der Personalrat warnt dagegen vor Serviceabbau, Datenschutzproblemen und einer schleichenden Entwertung bibliothekarischer Arbeit.
What the examiner or your partner says
Partnerin: Also, ich finde die Idee auf den ersten Blick ziemlich attraktiv, weil viele Menschen unter der Woche kaum Zeit haben. Aber ganz ohne Fachpersonal? Da frage ich mich schon, ob eine Bibliothek dann nicht eher zu einem überwachten Lesesaal wird.
Partnerin: Mir wäre wichtig, dass man den Nutzen nicht nur an Ausleihzahlen misst. Gerade ältere Nutzerinnen und Nutzer oder Studierende mit speziellen Recherchefragen brauchen Beratung. Wenn die sonntags komplett wegfällt, entsteht schnell eine Zwei-Klassen-Nutzung.
Partnerin: In Schweden habe ich einmal sogenannte offene Bibliotheken gesehen, aber dort gab es klare Zugangskontrollen und vorherige Registrierung. Außerdem waren die Räume technisch sehr gut ausgestattet. Man kann das, glaube ich, nicht einfach eins zu eins übertragen.
Partnerin: Für einen Testlauf könnte ich mir das vorstellen, wenn Datenschutz, Notfallkonzept und Evaluation verbindlich geregelt sind. Und vielleicht müsste wenigstens stundenweise eine bibliothekarische Online-Beratung erreichbar sein, sonst bleibt der Service zu begrenzt.
Sample dialogue
A: Ich halte die Sonntagsöffnung grundsätzlich für eine zeitgemäße Reaktion auf veränderte Lebensrhythmen. Viele Berufstätige, Alleinerziehende oder Schülerinnen und Schüler haben gerade am Wochenende die nötige Ruhe, um zu lernen oder Medien auszuleihen. Gleichzeitig stört mich der Begriff „Öffnung“ ein wenig, wenn wesentliche bibliothekarische Leistungen gar nicht verfügbar sind. Eine Bibliothek ist ja nicht nur ein Raum mit Regalen und Automaten, sondern auch ein Ort der Orientierung, der Beratung und der kulturellen Vermittlung.
B: Da stimme ich Ihnen teilweise zu. Trotzdem würde ich den praktischen Nutzen nicht unterschätzen. Wenn die Alternative lautet: sonntags geschlossen oder sonntags zumindest Lernplätze, Rückgabe und Ausleihe, dann ist die zweite Variante für viele Menschen ein Gewinn. Die entscheidende Frage ist für mich, ob man ehrlich kommuniziert, dass es sich um einen eingeschränkten Betrieb handelt. Problematisch wäre es, wenn die Stadt das als vollwertigen Ersatz für Fachpersonal verkauft.
A: Genau. Meine Priorität läge deshalb bei einer Balance zwischen Zugänglichkeit und Qualität. Längere Öffnungszeiten sind wichtig, aber sie dürfen nicht als Vorwand dienen, Personalstellen mittelfristig abzubauen. Besonders heikel finde ich außerdem Datenschutzfragen: Wenn Zugang, Ausleihe und möglicherweise Videoüberwachung automatisiert sind, muss sehr klar geregelt sein, welche Daten erhoben werden, wer sie auswertet und wie lange sie gespeichert bleiben.
B: Für mich steht zusätzlich die Sicherheit im Vordergrund. Ein Sicherheitsdienst kann zwar bei Konflikten eingreifen, aber er ersetzt keine Fachkraft, die den Betrieb kennt und Nutzerinnen und Nutzer unterstützt. Man denke nur an technische Ausfälle, verlorene Bibliothekskarten oder Personen, die Hilfe bei digitalen Angeboten brauchen. Wenn dann nur eine Hotline existiert, könnte die Frustration ziemlich groß werden.
A: In meinem Heimatland Polen gibt es in einigen größeren Städten ebenfalls längere Öffnungszeiten, aber sonntags sind öffentliche Einrichtungen oft nur eingeschränkt geöffnet. Wo automatisierte Bibliotheksbereiche existieren, sind sie meistens an vorherige Registrierung und klare Nutzungsregeln gekoppelt. Das hat den Vorteil, dass die Verantwortung nicht völlig anonym bleibt. Allerdings profitieren dann vor allem digital kompetente Menschen, während andere Gruppen eher ausgeschlossen werden.
B: Ich kenne aus den Niederlanden ein ähnliches Modell: Dort funktionieren offene Bibliotheken relativ gut, weil die digitale Infrastruktur zuverlässig ist und es eine Kultur der Selbstbedienung gibt. Trotzdem gibt es in der Regel feste Zeiten mit Beratungspersonal, und die automatisierten Phasen sind nur ein Zusatzangebot. Diesen Unterschied finde ich wichtig. Man sollte nicht ein Element übernehmen und die Rahmenbedingungen ignorieren.
A: Wenn wir uns auf Bedingungen für einen Testlauf einigen sollen, würde ich erstens eine klare Befristung auf sechs Monate festlegen, ohne automatische Verlängerung. Zweitens müsste es messbare Kriterien geben: Nutzungszahlen, technische Störungen, Sicherheitsvorfälle, Beschwerden, aber auch Zufriedenheit unterschiedlicher Nutzergruppen. Drittens sollte der Personalrat beteiligt werden, damit die Sonntagsöffnung nicht indirekt zu schlechteren Arbeitsbedingungen führt.
B: Damit kann ich gut leben. Ergänzen würde ich eine stundenweise erreichbare Fachberatung, vielleicht per Video oder Chat, zumindest während der Hauptnutzungszeit am Sonntagnachmittag. Außerdem sollten Datenschutzkonzept und Notfallplan vor Beginn veröffentlicht werden. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind und die Auswertung transparent erfolgt, wäre ein Testlauf aus meiner Sicht vertretbar. Ohne solche Sicherungen wäre das Projekt eher ein Sparmodell als eine Serviceverbesserung.
Useful phrases
Samples for C2 Sprechen are not on this page yet; the format of every Teil is on the description page. More tasks for every Teil, timed as in the exam and scored with feedback, are in the Goethe practice section, and full timed mock exams are in Goethe mock tests. How the points are counted is on the scoring page.